Pressemittleiung |
| Veröffentlicht von Markus Fiebig (m.fiebig) am 14/06/2010 |
LKW-Maut bietet Chance, das Tempolimit zurückzunehmen
Nach drei Monaten zieht die Junge Union eine negative Bilanz aus dem neuen Tempolimit auf B 10 und B 313. Spätestens mit der Einführung der LKW-Maut auf vierspurigen Bundesstraßen müsse diese Geschwindigkeitsbegrenzung zurückgenommen werden.
„Die Ausweitung der LKW-Maut auf vierspurige Bundesstraßen, die Bundesverkehrsminister Ramsauer angekündigt hat, ist vollkommen richtig“, so der JU-Kreisvorsitzende Thomas Kaiser: „Der LKW-Verkehr muss zurück auf die Autobahnen und dort, wo es möglich ist, auf die Schiene verlagert werden!“
Der zu erwartende Rückgang des LKW-Verkehrs auf B 10 und B 313 müsse zudem dafür genutzt werden, die Geschwindigkeitsbegrenzung von 80 km/h, die dort seit März gilt, wieder zu erhöhen, so Kaiser: „Das neue Tempolimit hat die Verkehrsbelastung auf der B 10 offenbar nicht verringert. Der Verkehr lief mit 100 km/h deutlich flüssiger.“ Daher fordert er das Regierungspräsidium auf, zunächst zum alten Tempolimit zurückzukehren. Darüber hinaus sei zu prüfen, ob eine weitere Anhebung des Tempolimits auf 120 km/h auf der übersichtlichen Strecke möglich sei.
„Es geht ja nicht darum, aus B10 und B313 eine Rennstrecke zu machen“, meint auch JU-Kreisvorstandmitglied Tim Hauser. Es sei aber „ein Unding, dass die Stadt Stuttgart ein LKW-Fahrverbot verhängt und die Pendler aus dem Kreis Esslingen dafür bluten müssen“. Sowohl das LKW-Fahrverbot in Stuttgart als auch die Einführung der LKW-Maut nur für Autobahnen hatten dafür gesorgt, dass heute mehr Lastkraftwagen auf die beiden Bundesstraßen ausweichen und die Verkehrsbelastung hier im Landkreis erhöhen.
Die Argumentation, das Tempolimit sei aus Lärmschutzgründen nötig, hält Hauser zudem schon heute für fragwürdig. „Erstens steht die Straße nicht erst seit gestern an dieser Stelle. Wer freiwillig neben eine vierspurig ausgebaute Bundesstraße zieht und von den niedrigeren Grundstückspreisen und Mieten profitiert, muss zumindest ein Stück weit auch mit einer höheren Lärmbelastung leben können. Zweitens wurde in den letzten Jahren durch neuen Asphalt und Lärmschutzwände so viel für den Lärmschutz getan, dass das zusätzliche Tempolimit schlicht und ergreifend nicht angemessen ist.“
Zuletzt geändert am: 14/06/2010 um 08:54
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